"BOX
- Methodik"
Türöffner
setzt als
einzige Institution ihrer Art in der Schweiz das Boxen als
körpertherapeutisches Instrument ein.
Der
Boxkampf ist Handlungsfaden und zugleich Auslöser für
die persönliche Entwicklung der jungen Menschen.
Beim
Boxen erleben sie einen Prozess der Transformation. Sie beginnen
damit, Kontakt zu sich selbst herzustellen, lernen die eigenen
seelischen Verletzungen – den Kern – zu erkennen.
Im Ring ist jeder Einzelne gezwungen, sich ehrlich und unverstellt zu
zeigen. Trauer und Freude, stille Gewissheit, Verzweiflung und Hoffnung
liegen dabei nahe beieinander. Denn die Jungs kämpfen
innerlich immer auch gegen sich selbst – bis sie fallen, um
zu lernen wieder aufzustehen.
Parallel
zur Arbeit können im Boxring u.a. folgende Themen bearbeitet
werden: Achtsamkeit, Respekt, Selbstkontrolle, Niederlage, Angst,
Kultivierung der persönlichen Kraft: ausweichen, kontern,
attackieren, Verteidigung oder Rückzug? Im Boxkampf, wie im
Leben!
Die
körpertherapeutische Wirkung des Boxens und die Tatsache, sich
im Ring der Realität allein stellen zu müssen, sind
wirksame Mittel, Teile des eigenen Ichs aufzudecken, und zeigen
ausserdem deutlich den Status Quo und die Entwicklung des Jugendlichen.
Als
Vorraussetzung für diese Entwicklung wird eine konzentrierte,
konfrontative
Pädagogik eingesetzt, gearbeitet und vor allem geboxt. Dabei
wird die Gewalt offen thematisiert und beim Boxtraining in einen neuen
Zusammenhang gestellt. Das Mittel Boxen ermöglicht den
Jugendlichen, auf handlungsorientierter Ebene andere Gewalterfahrungen
zu sammeln, vor allem Erfahrungen mit „Gegnern“,
die sie gut kennen oder sogar schätzen. So kommt es im Boxring
zu einer Konfrontation ohne Hass, aber auch zu nonverbaler
Kommunikation: ein Geben und Nehmen, eine Auseinandersetzung mit
Schmerzen, die man anderen zufügt und selbst erfährt.
Bei
„Work and Box“ greift Türöffner
auf das ausgebaute Erfahrungspotenzial des Vereins
„hand-in“ in München zurück.
Türöffner
ist der offizielle Repräsentant
von „hand-in“ in der Schweiz.
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Türöffner hat 2011 ein Boxprojekt ins Leben
gerufen.
Boxen gegen Gewalt richtet sich an verhaltensaufällige
Jugendliche beiderlei Geschlechts ab 12 Jahren.
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